Grußwort der Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Dr. Franziska Giffey, für Ergebnispräsentation des FKi 2019

Sehr geehrte Damen und Herren,

es freut mich sehr, dass das Projekt „Frauen-Karriere-Index“ mit der jetzt schon fünften Erhebungswelle erfolgreich fortgesetzt wird. Der FKi stellt fest, auf welchen betrieblichen Handlungsfeldern beispielsweise der Vereinbarkeit von Beruf und Familie oder der Flexibilisierung der Arbeitszeit sich Unternehmen engagieren, um die gesteckten Ziele für mehr Chancengleichheit von Frauen und Männern zu erreichen. Unternehmen, die sich den Erhebungen des FKi stellen, legen Wert auf Profilierung in der Öffentlichkeit mit der Botschaft, dass Frauen bei ihnen in Führungspositionen gelangen. Dadurch wollen sie gerade auch weibliche High Potentials gewinnen. Das gilt für alle Unternehmen, die sich vom FKi zertifizieren lassen und heute ihre Urkunden bekommen – vielen Dank für Ihr Engagement. Sie zeigen: „Mehr Frauen in Führung ist machbar.“

Am 1. Mai 2015 ist das Gesetz für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männer an Führungspositionen in der Privatwirtschaft und im öffentlichen Dienst in Kraft getreten. Es ist ein historischer Schritt für die Gleichberechtigung der Frauen in Deutschland und die Gleichstellung von Frauen und Männern in der Arbeitswelt. Es hat einen Kulturwandel in den Unternehmen eingeleitet. In den Führungsetagen, wo über Lohn und Arbeitsbedingungen entschieden wird, werden mehr Frauen präsent sein, auch in den Führungsebenen unterhalb von Vorstand und Aufsichtsrat. Unternehmen werden aktiv, um Frauen für Führungspositionen aufzubauen und zu gewinnen. Damit entfaltet das Gesetz nicht nur in den Führungsetagen Wirkung, sondern kommt ganz konkret bei Millionen Frauen an.

Mit der Gesetzgebung allein ist es aber nicht getan. Es gilt die Wirkungen des Gesetzes genau zu beobachten, gegebenenfalls anzupassen und, wo nötig, gegenzusteuern sowie den notwendigen Kulturwandel weiter voranzutreiben. Die Bundesregierung hat soeben die erste jährliche Information über die Entwicklung des Frauen- und Männeranteils an Führungsebenen und in Gremien der Privatwirtschaft und des öffentlichen Dienstes fertiggestellt. Darin wird neben positiven Entwicklungen auch festgestellt, dass sich auf der Vorstandsebene bislang erst wenig bewegt. Dies ist für mich eine wichtige Erkenntnis, um möglichst vielen Unternehmen das Credo des FKi „If you can measure it, you can manage it” ans Herz zu legen.

Mit freundlichen Grüßen

Manuela Schwesig
Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend