Pressemitteilung

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Frauen-Karriere-Index Top Unternehmen 2019
Frauenkarrieren werden zum Leitbild für Veränderung

  • Hewlett Packard Enterprise und Accenture teilen sich den Spitzenplatz
  • BMW ist Newcomer des Jahres
  • Frauenkarrieren als Zeugnis innovativer Arbeitskulturen

München, 08.03.2019. Das Analyse- und Beratungshaus Frauen-Karriere-Index hat für den Zeitraum 2018 deutschlandweit wieder Unternehmen auf deren Aktivitäten zur Förderung von Frauenkarrieren im Kontext dynamischer Veränderungen untersucht. Insgesamt haben sich 38 Firmen verschiedener Größen und Branchen der diesjährigen Analyse unterzogen, um damit die Förderung für mehr Frauen in Führung in ihrem Unternehmen zu unterstreichen. Die Firmen mit den höchsten Indexwerten (zwischen 1 und 10) werden am heutigen Weltfrauentag ausgezeichnet.

Hewlett Packard und Accenture in der Doppelspitze

Auf dem ersten Rang befinden sich die internationalen Technologiegrößen Hewlett Packard Enterprise (HPE) und Accenture. Beide Unternehmen teilen sich mit jeweils gleicher Indexpunktzahl den Spitzenplatz. Für Hewlett Packard Enterprise ist es bereits zum sechsten Mal in Folge Platz eins. „Das Unternehmen begleitet uns seit nunmehr 6 Jahren. Anfangs lag es noch bei einem Indexwert in den 80ern, und hat sich dann sukzessive nach oben gearbeitet,“ so Barbara Lutz, Gründerin und Geschäftsführerin des Frauen-Karriere-Index. Auch die Technologieberatung Accenture befand sich aufgrund seines konsequenten Managements, den Frauenanteil im gesamten Unternehmen zu erhöhen, bereits in den vergangenen Jahren unter den Top-Platzierungen. Den zweiten Platz belegen die Berliner Wasserbetriebe, gefolgt von wiederum einer Doppelplatzierung auf dem dritten Rang: Hier sind Chiphersteller Intel sowie die Santander Consumer Bank punktemäßig gleichauf.
Der Münchner Autobauer BMW ließ sich das erste Mal für sein Engagement für mehr Frauen in Führung indexieren und schafft es auf Anhieb auf den fünften Platz. „Unternehmen sehen zunehmend, dass mehr Frauen in Führung und die dazugehörigen Maßnahmen strukturelle Veränderungsprozesse nachweislich begünstigen,“ kommentiert Barbara Lutz.

Größte Veränderung bei flexiblen Organisationsstrukturen

Da sich der Frauen-Karriere-Index besonders der Herausforderung annimmt, zu analysieren, welche Veränderungseffekte durch die Entwicklung von Frauenkarrieren entstehen, gab es im Zeitraum zwischen 2013 und 2018 durchweg überdurchschnittliche Verbesserungen bei der Umsetzung flexibler Arbeitszeitmodelle.
Setzten in 2013 noch 37 Prozent der Firmen auf flexible Arbeitszeiten, waren es im vergangenen Jahr bereits 94 Prozent. „Hier erkennt man deutlich, dass auch immer mehr Männer diese Option nutzen,“ so Barbara Lutz. Auch was die Transparenz bei der Besetzung von Positionen anbelangt, gibt es Fortschritte. Im 5-Jahresschnitt kann der FKi eine prozentuale Entwicklung von 45 auf 69 Prozent feststellen. „Diese Entwicklungen machen deutlich, welchen positiven Einfluss Frauenkarrieren auf strukturelle Veränderungen haben und wie sie das Innovationsklima begünstigen. Wer das heute als strategischen Hebel vernachlässigt, verspielt seine Zukunft,“ so das Fazit der Gründerin.

Bewertungsgrundlagen des Frauen-Karriere-Index

Im Vorfeld der Auszeichnung haben sich die Unternehmen freiwillig einer unabhängigen Indexierung ihrer Karriereförderung für Frauen am Arbeitsplatz gestellt. Insgesamt beteiligten sich deutschlandweit 38 Unternehmen aller Größen und Branchen am aktuellen Frauen-Karriere-Index 2018. 16 Unternehmen wurden dabei anonym befragt. Die Analyse umfasste einen 40-seitigen Erhebungsbogen mit insgesamt 46 Maßnahmen zu wichtigen Themen wie: Commitment der Führung, Arbeitszeitmodelle, Entwicklungsangebote für Frauen, transparente Personalprozesse, Wirksamkeit etablierter Maßnahmen wie Diversity-Councils, Frauennetzwerke oder Mentoring-Programme.
Unabhängig von einer Platzierung im Ranking der besten Firmen profitieren alle teilnehmenden Unternehmen von der differenzierten Standortbestimmung zur eigenen Situation bei der Förderung von Frauenkarrieren und den Impulsen zu deren konsequenter Weiterentwicklung.

Über den Frauen-Karriere-Index

Der FKi ist ein unabhängiges Messinstrument, das für Unternehmen und Organisationen jeder Größe und Branche nutzbar ist und untersucht, wie sich Frauen auf verschiedenen Führungsebenen in ihren Karrieren entwickeln. Mit Hilfe des FKi sollen Unternehmen effizientere Maßnahmen ergreifen können und damit die Aufstiegschancen von Frauen nachhaltig verbessern. 2012 ins Leben gerufen, gilt der FKi seit 2015 als eigenständiges Unternehmen mit Sitz in München und untersteht der Schirmherrschaft des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Seit 2016 wird der FKi ebenfalls durch die Medienpartner SZ Plan W, Bloomberg sowie Emotion unterstützt.

Ranking der ersten 10 Unternehmen
Rang Unternehmen
1. Hewlett Packard Enterprise
1. Accenture
2. Berliner Wasserbetriebe
3. Intel Deutschland GmbH
3. Santander Consumer Bank AG
4. Investitionsbank Berlin 85
5. BMW AG
5. RWE Group
6. MTU Aero Engines AG
6. NTT DATA Deutschland GmbH
7. GFT Technologies SE
7. Klöckner & Co. SE
8. Kao Germany GmbH
8. Technische Universität München
9. Hamburg Leuchtfeuer gGmbH
10. Mindshare GmbH

Indexierte Unternehmen in alphabetischer Reihenfolge:
AbbVie Deutschland GmbH & Co.KG, Accenture, Berliner Wasserbetriebe, BMW AG, DS Deutschland GmbH, GFT Technologies SE, Hamburg Leuchtfeuer gGmbH, Hays AG, Hewlett Packard Enterprise Deutschland, Intel Deutschland GmbH, Investitionsbank Berlin, Kao Germany GmbH, Klöckner & Co SE, Lekkerland Deutschland GmbH & Co.KG, Mindshare GmbH, MTU Aero Engines AG, NTT DATA Deutschland GmbH, Österreichische Post AG, RWE Group, Santander Consumer Bank AG, Technische Universität München, Theater und Philharmonie Essen GmbH.
Weiterführende Informationen zum Frauen-Karriere-Index und zur Auszeichnung der Unternehmen unter: https://frauen-karriere-index.de/